Dienstag, 10. August 2010

Zweiter Tag der Blogwoche...

... und schon komm ich nurnoch kurz vor knapp zum Bloggen, ehe ich hier einschlafe. Dabei hab ich garnicht viel getan heute; aufgestanden, gefrühstückt, Mathe- und Physikmitschriften aus der Oberstufe sortiert, in die Stadtbücherei gefahren und ein Buch ausgeliehen, zu mittag gegessen, zu Muttern ins Büro gefahren und obige Mitschriften gescannt und wieder nach Hause gefahren, zu abend gegessen, gesurft.
Vielleicht liegt's daran, dass meine Waage im Mittel zwischen gestern abend und heute früh noch immer behauptet, ich wöge über 75kg, weshalb ich wieder angefangen habe, Punkte zu zählen - wodurch ich heute deutlich weniger gegessen habe als sonst so derzeit.
Andererseits habe ich - vielleicht gerade weil ich heute weniger gegessen habe - heute mehr Tee getrunken. Das sollte mich eigentlich wach machen.. Wahrscheinlich bemerk ich den Effekt erst, wenn ich völlig fertig im Bett liege und nicht einschlafen kann.
Bevor ich aber ins Bett kann, will ich hier noch den Eintrag schreiben und für meine Ma einen Rock bügeln - hab ich ihr versprochen, damit sie ihn morgen anziehen kann. Aufschieben ist also nicht (bzw. nur bis ca. 7 Uhr).

Grade eben habe ich Fotos gemacht, vom fertigen Lace-Schal und von den beiden aktuellen Handarbeitsprojekten. Leider ist das Licht hier grauenvoll und der wunderschön leuchtend rote Schal sieht irgendwie.. matschig dunkelrot aus. Aber zumindest hab ich schonmal Bilder und muss kein schlechtes Gewissen haben, bis mal tagsüber gutes Wetter mit einem Zeitpunkt zusammenfällt, an dem ich daran denke und Zeit dazu habe, Fotos zu machen.

Und nachdem ich auch nur die Hilfe meines Vaters gebraucht habe, um die Kamera dazu zu bringen, mit meinem Laptop zu reden, hier drei Bilder des Schals:


Einmal ganz, mit improvisiertem weißem Hintergrund.


Eine völlig verschwommene Nahaufnahme, auf der man das Muster erahnen kann.


Und einmal ein Ende, weniger verschwommen, dafür auch mit weniger Kontrast gegen das Weiss.

Diesen Schal hab ich tatsächlich nach einem Muster gestrickt. Ich weiß jetzt nicht, wo ich's finde - ich hab's von meiner Ma gekriegt - aber es war aus einer Interweave Knits, wenn ich mich recht erinnere. Morgen schau und trage ich vielleicht nach, wie das Muster hieß und wo es herkommt.

Mein derzeitiges Strickprojekt ist, wie schon erwähnt, ein Paar Socken aus einem Zauberball. Ich hab mal den ersten Socken, so weit ich damit bin, an meinem Fuß fotographiert:


Wieder kommt die Farbe nicht gut raus, aber man sieht ein bisschen was vom Muster. Eine solche Raute aus Löchern hab ich meine Mutter stricken sehen und so kam mir die Idee, aus den kleinen Rauten auf dem Schaft eine große Raute zusammenzusetzen und dann auf dem Fuß eine Reihe von kleinen Rauten langzuziehen. Gefällt mir ganz gut so.

Und das aktuelle Stickprojekt ist ein Lesezeichen, das mir eine Freundin im Adventskalender letztes Jahr geschenkt hat (wir haben Adventskalender gewichtelt, da wir zu viele waren, als dass jede jeder hätte einen ganzen Adventskalender machen können).

Ich versuche mich daran, mal ganz klassisch, wie sich das gehört, die oberen Fäden beim Kreuzstich immer in die gleiche Richtung gehen zu lassen. Ist garnicht so einfach.
Bis jetzt habe ich immer abwechselnd den einen und den anderen Faden oben gehabt. Es ist, wie ich jetzt merke, einfacher zu sticken und außerdem finde ich, sieht es nicht so statisch aus wie die traditionelle Art.

So. Angefangen habe ich mit diesem Post um 1:18 Uhr. Jetzt ist es 3:00 Uhr, weil ich zum einen ewig gebraucht habe, um die Fotos a) auf den Computer und b) ins Netz zu kriegen und zum anderen, weil ich zwischendurch alles mögliche andere gemacht habe - wie den Rock für meine Mutter zu bügeln, mir einen Apfel und eine Nektarine zu machen und zu essen, Mangolassi zu machen, von dem ich noch trinken wollte.. mal sehen, ob ich das noch tue. Ich frag gleich mal mein Bauchi, ob es schon wieder Hunger hat.
Außerdem habe ich einen 'Ausflug' für morgen geplant - da heute der real angerufen hat, dass unsere bestellten Pfannendeckel abholbereit liegen und das Wetter morgen schön sein soll, will ich da mit dem Fahrrad hinfahren. Netter, kleiner Ausflug (letztes Mal habe ich, glaube ich, 45 Minuten pro Strecke gebraucht - jetzt habe ich allerdings etwas mehr Kondition. Andererseits ist mein Hinterrad verbogen und ich fahre etwas vorsichtiger deswegen.), der mir ein paar Punkte einbringt, die ich dann in Eis oder Kekse oder Schokolade verzehren kann ^-^

Morgen abend ist außerdem wieder Tanzen. Ich sollte meiner Mitfahrgelegenheit schreiben, dass ich danach in mein Eltern-Zuhause und nicht in mein Freund-Zuhause fahre, für den Fall, dass sie zu ihrem Freund will oder das überlegt - der wohnt nämlich deutlich näher an meinen Eltern. Allerdings tu ich mich immer schwer damit, solche Mails selbstständig zu verfassen.. Wahrscheinlich schiebe ich es wieder so weit hinaus, dass ich's doch nicht mache. Sollte keine schlimmen Konsequenzen haben.

Uns so komme ich wieder nicht dazu, ausführlich zu erklären, warum mein Freund in Hannover ist. Kurz gesagt: er führt Bewerbungsgespräche für eine Doktorandenstelle. Eigentlich hat er sich nach Potsdam beworben, am theoretischen Teil des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik. In Hannover sitzt deren experimenteller Teil. Nur anscheinend ist das alles nicht so klar getrennt, wie's gedacht ist, und jetzt wollten ihn zwei Leute in Hannover und einer in Potsdam sprechen und so ist er unterwegs. Gestern nach Hannover gefahren, Mittwoch geht's nach Potsdam und von da aus zurück. Mittwoch abend kommt er dann kurz vor Mitternacht in Bonn an, fährt nach Hause und fällt ins Bett, Donnerstag hat er morgens einen Termin in der Uni und mittags treffen wir uns dann, kaufen Vorräte ein und ich bleibe im Freund-Zuhause und putze - denn am Wochenende sind seine Mitbewohner ausgezogen und eigentlich hätten wir dieses Wochenende sauber machen wollen. Aber dann ging das mit der Reise so schnell und ich hatte keine Lust, mich dem Stress auszusetzen, im Umzugschaos da rumzusitzen und so komme ich erst Donnerstag da wieder hin. Und dann kann mein Freund schön zurück in die Uni fahren und ich kann in Ruhe Ordnung und Sauberkeit wiederherstellen. (Ich mache das wirklich gerne, gerade wenn's richtig dreckig ist. Ich rege mich zwar darüber auf, dass es so dreckig werden konnte/musste, aber es ist einfach befriedigend, wenn's vorher aussah wie bei Hempels unter'm Sofa und danach ist es wunderschön sauber. Und Donnerstag habe ich den Bonus, dass es danach auch sauber bleibt. Natürlich nicht ewig, aber wenigstens mehr als 24 Stunden.)

Das war jetzt doch eher ausführlich. Wahrscheinlich werde ich es nicht noch ausführlicher beschreiben, auch wenn ich das ursprünglich vorhatte. Es gibt morgen bestimmt genug anderes, worüber ich schreiben könnte.

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