Samstag, 19. Februar 2011

Die erste Klausuraufsicht

Heute habe ich mal die andere Seite einer Klausur erleben drüfen: ich wurde zur Klausuraufsicht bei der Maschinenbau-Klausur eingezogen. (Ich weiß nicht genau, was für eine Klausur es war. Ich denke, Physik für Maschinenbauer und ähnliche Fachfremde. Oder so.)
Ist überraschend anstrengend. Ein Aspekt war natürlich, dass wir uns um 10h trafen, wofür ich um halb neun aufstehen musste - da ich noch nicht völlig aufm Damm bin, fällt mir früh aufstehen noch sehr schwer (also, mehr als sonst ^^). Dann kam dazu, dass wir keine Sitzgelegenheit im Hörsaal hatten. Wir hätten uns direkt in die vorderste Reihe setzen können, wo es keine Tische gab, aber das wäre gemein gewesen, weil man da genau vor der ersten Reihe Klausurschreiber sitzt und noch dazu etwas blöd, da man dann mit dem Rücken zum Hörsaal sitzt, den man eigentlich grade betreuen soll.
Das dritte, was irgendwie blöd war, war dass ich das natürlich nicht tutoriert habe und deshalb überhaupt nicht in den Themen drin war (Mechanik und Elektrodynamik). Die Klausur sah zwar so vom Durchblättern und von der Musterlösung her recht einfach aus, aber so vollkommen unvorbereitet hätte ich sie wahrscheinlich allerhöchstens knapp bestanden (und das nur, weil es eine unglaublich ausführliche Formelsammlung gab). Damit hatte ich Schwierigkeiten, wenn jemand eine Frage hatte. (Und habe zumindest einmal schon aus Panik die Antwort auf eine Frage nichtmehr gewusst, die eigentlich so elementar war, dass das schon peinlich ist.)

Vor der Klausur, in der Vorbesprechung um zehn, wurde der Ablauf erläutert - da etwa 700 Leute erwartet wurden, brauchten wir sieben Hörsäle, in die, je nach Größe, zwei bis vier Leute eingeteilt wurden. Dann wurden Leute gebraucht, die Zettelchen verteilen, mit denen ausgelost wurde, wer wo sitzt. Anscheinend ist das immer so, bei der Maschinenbau-Klausur hier, aber ich fand's doch eher albern. Ebenso das 'Klo-Protokoll', in das sich jeder mit Namen und Platznummer eintragen musste, der auf Klo ging.
Nach der Vorbesprechung hatten wir anderthalb Stunden um n bisschen zu arbeiten und essen zu gehen (da ich nicht in die Mensa gehe, ist das für mich nicht so wenig). Dann haben wir uns wieder getroffen und sind in die Hörsäle gegangen - Platznummern aufkleben und Klausuren und Formelsammlungen austeilen. Und dann: warten! Wir waren ne Stunde zu früh fertig und hatten den Hörsaal für uns. Langweilig, aber zumindest konnten wir noch sitzen.

Die Klausur selber war dann vor allem öde - 90 ruhige Studenten beaufsichtigen, die hin und wieder ne Frage haben oder mehr Papier brauchen oder auf Klo müssen ist nicht soo anpruchsvoll und wir waren zu dritt. Ich habe gelesen, hin und wieder ein bisschen mit den beiden anderen geredet und gehofft, dass mein Kreislauf bei mir bleibt. Er ist geblieben, aber ein, zwei Mal dachte ich, jetzt geht er.

Nach der Klausur war ich dann noch ein bisschen im Büro, dann habe ich noch eingekauft (und kein Gemüse gekriegt; und war nicht in noch einem Laden, weil ich zu Hause so müde war, dass ich mich nurnoch hinlegt und gelesen habe. Und Freudn angerufen, ob er mir Gemüse mitbringt) und bin heim gegangen.

Und morgen ist frei, ich kann ausschlafen, es gibt frisch aufgebackene Brötchen zum Frühstück und da ich genug geschlafen habe, werde ich genug Kreislauf haben um sowohl für mich Gemüse einkaufen zu gehen als auch die Wohnung zu putzen.
Und übermorgen fahren wir ans Meer. Da B. und ihr Freund sich noch nicht gesund genug fühlen, herzukommen, wie eigentlich geplant war, ehe sie krank waren, haben wir beschlossen, mal ans Meer zu fahren. Das Richtige, mit Salzwasser und Robben (wobei wir keine sehen werden) und Algen und Strand und so.

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