Dann will ich mal wieder.
Therapeut war sehr nett, ich mag ihn. Er ist recht.. wissenschaftlich. Ich mag, dass ich das Gefühl habe, dass er mich für voll nimmt und auf einem Niveau mit mir redet, mit dem ich was anfangen kann. Natürlich wird er mir auch Dinge sagen, die ich nicht hören will, aber das ist sein Job.
Der nächste Termin ist in zwei Wochen, bis dahin will ich ein bisschen besser analysieren, was meine Probleme sind und mit ihm darüber sprechen, was ich über mich rausgefunden habe. Und er hat mir aufgetragen, vor Kamera einen Vortrag zu halten. Eigentlich für direkt am 23. ups. Dabei ist mir aufgegangen, dass ich nicht so sehr Angst davor habe, Vorträge zu halten, sondern Vorträge zu halten, bei denen ich mir in der Materie nicht wenigstens 90% sicher bin. Insbesondere, wenn mein Publikum fachkundig ist. (Sonst hätte ich den Vortrag längst gehalten und aufgenommen - weil ich ansonsten die ganze Zeit in Panik davor wäre. Aber er hat mir das Thema freigestellt und gemeint, es könne auch nur "Blablabla" sein.)
Heute bin ich zumindest mal dazu gekommen, mir ein Programm zu installieren, das gleichzeitig Video und Ton aufnimmt. Und abspeichert, ohne dass ich seltsame Umwege gehen muss.
Ich denke, ich mache dann ein Video, in dem ich erkläre wie man spinnt. Da weiß ich, dass ich recht sicher sprechen kann.
Ziel der Übung ist, dass ich mir das Video danach ansehe und versuche, nicht zu urteilen. Nur schauen und eventuell erkennen, wo ich etwas besser machen kann.
Was Bücher angeht, habe ich mich so halb entschieden. Ich lese Sandry's Book kapitelweise mit Mark (von markreads.net) und habe Sister Light, Sister Dark angefangen und beendet und heute das nächste Buch in der Reihe (White Jenna) angefangen. Außerdem habe ich Etiquette&Espionage wieder angefangen, weil übermorgen der dritte Band rauskommt. Eigentlich dachte ich, dass ich bis dahin beide Bücher schaffe, aber so dringend war's mir nicht und ich habe den Reader ein paar mal meinem Freund geliehen, damit er darauf Fachliteratur lesen kann.
Mehr zu spinnen klappt immernoch halbwegs - wenn ich morgens auf mein Brötchen warte, spinne ich oft ein paar Minuten.
Diese Woche habe ich außerdem Dienstag ein Stickmuster für einen Baum entworfen und ihn mit Farbverlaufsgarn in rot-orange-gelb-pink-bräunlich gestickt. Ich bin gestern fertig geworden und habe es gleich in die Passepartout-Karte geklebt und sie meinem Opa geschrieben.
Und jetzt das 'größte', was die letzte Zeit passiert ist: ich war krank; letzte Woche bekam ich eine Erkältung (nicht wirklich überraschend, da alle mehr oder weniger krank sind), nicht besonders schlimm, nur Kopf- und Gliederschmerzen und leichter Fließschnupfen. Dank dem selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, ist meine Nase sogar die ganze Zeit frei genug, dass ich durch sie atmen kann.
Montag und Dienstag war mir dann schwindelig, so sehr, dass ich kaum den Kopf drehen konnte, ohne mich setzen zu müssen. Mittwoch begann es beidseitig zwischen Ohr und Kiefer weh zu tun, erst leicht, dann stärker und auf rechts konzentriert. Donnerstag war das dann sehr stark und ich habe meinen Hausarzt angerufen und konnte Nachmittags dort hin. Der hat mir dann kein Fieber, freie Lunge, freie Nebenhöhlen, nur leicht geröteten Hals und eigentlich freie Ohren attestiert und mich mit Verdacht auf Mittelohrentzündung zum HNO geschickt. Da saß ich dann erstmal ne gute Stunde (ich war um fünf dort, ohne Termin) und als ich drankam meinte der Arzt, dass mit meinen Ohren alles in Ordnung sei, das sei das Kiefergelenk, ob ich mit den Zähnen knirschen würde? Er hat mir dann 'weiche Kost' verordnet und gesagt, ich solle durchgehend Ibuprofen nehmen und wenn's nächste Woche nicht weg sei, solle ich damit zum Zahnarzt.
In der Nacht auf Freitag wurde es schlimmer und meine Zähne taten weh. Morgens habe ich alle Zähne hinten rechts einmal gedrückt und festgestellt, dass der überkronte letzte rechts unten weh tut. (Dieses 'morgens' war um ein Uhr mittags, als ich aufgestanden bin.) Ich habe also bei meinem Zahnarzt angerufen - der war schon im Wochenende. Also habe ich rumtelefoniert, bis ich einen Zahnarzt gefunden habe, bei dem ich noch vorbei kommen konnte. Dieweil wurde der Zahn immer schlimmer, so dass ich nichtmal die Zähne aufeinander legen konnte.
Glücklicherweise fand sich eine Praxis ganz in der Nähe, bei denen ich um halb drei kommen konnte. Die haben dann geröntgt, mich eine halbe Stunde sitzen lassen und dann befunden, dass da wohl der Nerv abgestorben ist - wenn das passiert, zersetzt sich das Gewebe im Zahn und bildet Gase, die ihn sehr druckempfindlich machen.
Kurz: Wurzelbehandlung war fällig. Spaß!
Zum Glück konnte sie bei dem Zahn nur das Gewebe drumrum betäuben (im Gegensatz zum rechten Kiefer-Nerv, bei dem die komplette rechte Hälfte des Kiefers, inklusive Lippen und Zunge taub wird). Dann musste sie durch die Stahlkrone bohren, bis sie den Nervenkanal gefunden hat, das alte Gewebe rauskratzen und ein Medikament reintun, das sicherstellt, dass alles wirklich tot is, ehe sie's wieder zumacht. Das muss wohl noch ein-, zweimal gewechselt werden, ehe die Behandlung abgeschlossen ist.
Das richtig Schöne ist, dass das alles wirklich quasi schmerzfrei war. Ich habe, als sie dann durch war und ausgekratzt hat, leichte Schmerzen gehabt, aber sie schien zu erwarten, dass es früher weh tut. (Und die Praxis ist auf Angstpatienten spezialisiert, die konnten also gut damit umgehen.)
Freitag habe ich dann noch Schmerzmittel genommen, gestern dann schon nicht mehr und heute kann ich fast normal zubeißen.
Sonntag, 2. November 2014
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